Kyoto – 27.04.2016

Kurz vor acht ist Tagwach, ohne Wecker, einfach so. Kaffee aufbrühen mit den praktischen Filtertüten für eine Tasse. Er ist trinkbar. 😀

Wir besuchen heute Morgen recht zeitig in Arashiyama den Tenryuji Tempel (Temple of the Heavenly Dragon). Er liegt im Sagano District von Kyoto und ist Welt Kulturerbe. Die Fahrt dorthin mit dem Taxi dauert eine ganze Weile und kostet rund 32000 Yen. Unser Chauffeur trug Uniform, schwarz mit zwei breiten silbernen Streifen am Ärmel und auch er fuhr mit weissen Handschuhen.

Dieser Tempel wurde 1339 vom Shogun Ashikaga Takauji erbaut, in Erinnerung an den Imperator Go-Daigo (1288-1339) der im Krieg starb. Der Tempel wurde dann vom Zen Master Musō Soseki geführt.

Die Anlage ist imposant und zeigt schon am Anfang viele wunderschöne Eingänge, die sehr ästhetisch gestaltet sind. Man kann zwei Tickets kaufen. Entweder nur für die Gartenanlage oder mit Eintritt in den Hauptteil des Hauses. Wir lösen natürlich beide. Um die Anlage betreten zu dürfen, muss man die Schuhe ausziehen.Es gibt genug Regale dafür. Man geht dann durch die ganze Anlage auf Tatami Fussmatten, was sehr angenehm ist.

Tenryū-ji

Auf dem gleichen Gelände gibt es noch einen tollen Bambuswald. Auch das ein ganz besonderer Anblick. Hab ich so noch nie gesehen. Bambus ist ein wirklich spezielles Gewächs, geschmeidig und doch so extrem stark und widerstandsfähig.

 Bambus

Von hier aus kann man mit separatem Eintritt in die Anlage mit der Villa Okochi Sanso vom Schauspieler Okochi Denjiro, der von 1898-1962 lebte. Er baute 30 Jahre lang an der Villa und dem dazu gehörenden Garten. Zurückgeblieben ist ein einmaliges Grundstück am Südfuss des Mount Ogura. Vom Daijo-Akku Building aus hat man atemberaubende Aussicht auf Arashiyama und den Mount Hiel in der Ferne. Okochi Denjiro war überzeugter Anhänger der Zen Philosophie.

Nach dem Mittagessen fahren wir wieder mit dem Taxi nach Hause in unser süsses Häuschen. Es begann heftig zu regnen, so dass wir im Haus blieben und uns die Zeit vertrieben. Dieses Haus kann man mieten und dann darin traditionell wohnen. Ein wirklich cooles Erlebnis. Besonders hübsch ist der kleine Innengarten mit etwa 6 Quadratmetern. Er ist beleuchtet und hat einen kleinen Brunnen.

WohnungInnengartenEingang

Am Abend schlendern wir noch durch die malerischen Gassen und suchen ein gutes Restaurant für Ramen.  Auch hier essen wir wieder vorzüglich.