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VISIALOG produziert Audio Beiträge, wie der folgende über die Geschichte des Bleistifts.
Getextet, vertont und geschnitten von VISIALOG.

 

Bleistifte

Makro Bild – © visialog 2014

Aufgabenstellung:

Einen Text mit Wissen zu produzieren, der nicht länger als 150 Sekunden dauern darf. Eine Geschichte muss erzählt werden, die auch verstanden wird. Es soll neues Wissen darin vorkommen.
Wie viel Text hat in 150 Sekunden platz?

Die Faustregel:

Eine A4 Seite mit Schriftgrösse 14 Punkt und Zeilenabstand 1.5-fach.
Wenn der Seitenumbruch kommt bist du zu lang.

Der Text enthält:

275 Wörter
1615 Zeichen ohne Blank’s
29 Zeilen unterteilt in
6 Absätze

Der Bleistift

In Borrowdale, Nordengland wurde 1564 ein schwarzer hochglänzender Stoff entdeckt. Er fühlte sich fettig an und verfärbte die Finger, war aber ideal zum Schreiben und Zeichnen. Zuerst wurde der Stoff für Bleierz gehalten. Blöcke aus „Blei“ wurden in kleine Stäbchen geschnitten und zwischen zwei vierkantige Hölzchen geklemmt. Der Bleistift war erfunden.

1789 wies Karl Wilhelm Scheele – deutsch-schwedischer Chemiker – nach, dass es sich um kristallisierten Kohlenstoff handle und mit Blei gar nichts zu tun habe. Zehn Jahre später nannte der Mineraloge Abraham Gottlob Werner eine Kohlenstoffmodifikation Graphit. Der Versuch, den Bleistift in Graphitstift um zu benennen scheiterte kläglich.

Nicholas-Jaques Conté, Franzose  und Josef Hardtmuth, Österreicher, fanden 1794 unabhängig von einander heraus, dass durch beimischen von Ton, unterschiedliche Härtegrade der Bleistiftminen hergestellt werden können. Je mehr Ton, je härter war die Mine. 1839 verfeinerte Lothar von Faber das Mischverfahren für Ton. Daraus entstand die Norm für Härtegrade, die noch heute gilt. Von 6H (hard), sehr hart bis 2B (black), sehr weich.

Bleistifte werden aus 2 Brettchen der kalifornischer Zeder oder brasilianischer Pinie produziert. Längs 10 Halbnuten fräsen, Leim aufgetragen, Mine einlegen und das zweite Brettchen oben drauf. Der „Leimling“ wird dann warm verpresst. Profilfräsen oben und unten. Fertig ist der Rohbleistift. Viele Schichten Lackbad, bestempeln mit Name, Härtegrad und EAN-Code. Farbcodierung der Kappe, auf dem Band spitzen und fertig ist der Bleistift. Jetzt noch „Sichten“. Eine schöne Schachtel als Verpackung und ab in den Handel.

5.5 Gramm Bleistiftstift mit aufgesetzter Radiergummi-Kappe hast du in der Hand. Du schreibst eine A4 Seite voll, spitzen, weiter geht‘s. Ein Bleistift schreibt im Wasser, im Vakuum, auf dem Kopf und auch am Nordpol bei minus 45°.

VISIALOG, immer etwas mehr!