Tokyo – 25.04.2016

Das ist der letzte Tag hier in Tokyo und es gibt ein besonderes Programm. Die JR-Line fährt uns bis zur äussersten Station Mitaka. Dort in der Nähe ist das weltbekannte Ghibli Museum

Ghibli Museum 3

Tickets gibt es nur auf Vorbestellung und man muss auf den vereinbarten Zeitpunkt dort sein, sonst hat man Pech gehabt. Das Museum wurde 2001 gebaut. Im Inneren ist Fotoverbot und es darf immer nur eine bestimmte Menge Leute rein.

Ghibli Museum

Ich habe noch nie ein so liebevoll eingerichtetes Museum gesehen. Eigentlich wollte ich erst gar nicht mit gehen, jetzt bin ich echt froh, doch noch gegangen zu sein. Eindrücklich wird gezeigt, wie Trickfilme entstehen und animiert werden. Besonders faszinierend sind diese Unmengen von Zeichnungen, die man bestaunen konnte. Dieser Besuch ist das Tokyo Highlight seit wir hier sind. Unbedingt hingehen, wer Tickets ergattern kann.

Ghibli Museum 2

Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Wir wollen an Nachmittag noch einen Zen-Garten in der Nähe des Tokyo Dome Hotels besuchen. Wir sind um halb fünf dort und dürften eigentlich nicht mehr rein. Trotzdem schleichen wir uns noch für eine halbe Stunde rein. Leider blüht noch nicht sehr viel und man kann nur ahnen, wie schön dieser Park sein muss, wenn die Natur alles gibt.

Zen Garten

Auf dem See schwammen Entenküken und ich beobachtete, wie sich ein riesiger Karpfen ein Kücken schnappen wollte. Er erwischte ein Bein und zog das Küken runter. Der Karpfen hatte aber nicht mit der Entenmutter gerechnet. Diese kam beim ersten Fieps wie eine Rakete angebraust und hackte dem Karpfen mit ihrem Schnabel auf den Kopf, bis dieser los liess. Ein zweites Kücken war am Ufer und wollte zur Mutter, die es verzweifelt rief. Das Kücken fasste allen Mut, sprang ins Wasser und paddelte mit den Füssen so heftig, dass man fast das Gefühl hatte, es könne auf dem Wasser rennen.

In diesem Garten gibt es offenbar seltene Vögel. Eine Gruppe von älteren Japanern war dort mit Teleobjektiven, so lang wie ihre Arme. Bei einem schielte ich auf das Display und sah klasse Fotos. Müssen Rentner sein, die den ganzen Tag im Park auf den perfekten Shot warten.

Auch heute suchen wir ein spezielles Restaurant in der Monjayakistrasse und wollen Okonomiyaki essen. Man brät sein Essen selbst auf einer grossen Platte mitten im Tisch. Offenbar gibt es zwei Sorten, eine feste, wie ein Omelett und eine etwas flüssigere. Beide sind ausgezeichnet im Geschmack. Eine sehr gemütliche Art zu essen (und Bier zu trinken). In dieser Strasse gibt es 75 solche Restaurants. Fragt mich jetzt bitte nicht nach dem Namen unseres Restaurants. 😀

Heute habe ich leider keine Bilder für Euch.

Morgen ist Reisetag, wir fahren mit dem Shinkansen Zug nach Kyoto. Das ist dieser Schnellzug, der mit 320 km/h durchs Land braust. Formel 1 auf Schienen. In 2 1/4 Stunden ist man in Kyoto. Bin gespannt und melde mich morgen wieder aus Kyoto.